Archiv "Aktuelles" 2007

 

Im Sinne eines offenen Meinungsaustausches veröffentlichen wir hier die aktuellen Entwicklungen zum Thema "Wiederaufbau der Ulrichskirche". Wir erlauben uns, ausgewählte gegenteilige Meinungen zu kommentieren. Wir bitten darum, antichristliche und antireligiöse Argumentationen zu unterlassen.      Der Vorstand des Kuratoriums Ulrichskirche e.V.
 

31.12.2007: Neujahrswünsche: 2007 war das Jahr für die Ulrichskirche. 51 Jahre nach Sprengung ist sie wieder aktiv in das Bewusstsein der Menschen zurückgekehrt. Wir bedanken uns bei allen Unterstützern. Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Die Ulrichskirche ist Magdeburg, nur hier kann sie stehen, nur hier konnte sie welthistorisch wirken. Die einmalige  Chance zur Rekonstruktion besteht. Für die uns übertragene Aufgabe tragen wir alle die Verantwortung. Die Rekonstruktion ist eine gesellschaftliche Verpflichtung, der wir uns stellen müssen. Eine von acht, eine für alle! Uns allen ein erfolgreiches Ulrichskirchenjahr 2008!

28.12.2007: Magdeburger Volksstimme: Jahresend-Interview mit dem Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper

Kommentar: Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper entkräftet die von einigen Magdeburger Bürgern und Bürgerinnen geäußerte Sorge, die knappen Stadtkassen könnten durch die Rekonstruktion der Ulrichskirche belastet werden. Soziale Projekte werden durch die Rekonstruktion der Ulrichskirche nicht gefährdet. Die Rekonstruktion der Ulrichskirche soll über Spenden und Zuwendungen finanziert werden.

21.12.2007: ZweiteVorstandssitzung: Der Vorstand des Kuratoriums Ulrichskirche führte bereits sein zweites Vorstandstreffen durch. Um den vielschichtigen aktuellen Entwicklungen zum Thema "Rekonstruktion der Ulrichskirche" gerecht zu werden treffen wir uns im Moment einmal pro Monat. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Entwicklungen durchweg positiv sind und viele hoffnungsvolle Signale aus Politik und Wirtschaft kommen. Der Fördergesellschaft sind seit Gründung weitere Unterstützer beigetreten. Das Treffen dauerte knapp drei Stunden. Mit der Eintragung als Verein wird Anfang 2008 gerechnet.

07.12.2007: Erneutes Treffen mit professionellen Fundraisern: Eine professionelle Voranalyse zeigt: Die Finanzierung des Bauwerks innerhalb des angedachten Zeitraums von 10 Jahren inklusive der geschätzten Bauzeit wird als realistisch und machbar eingestuft. Die überregionale Bedeutung der Ulrichskirche für die Verbreitung der reformatorischen Gedanken Martin Luthers in Deutschland, Europa und der Welt lässt nach Einschätzung der Experten auch Spenden aus dem Ausland, hier vor allem aus den lutherisch-geprägten U.S.A. erwarten.

05.12.2007: Generalanzeiger Magdeburg:

05.12.2007: Video von der Gründungsveranstaltung: Die Berichterstattung des Offenen Kanals Magdeburg über die Gründungsveranstaltung des Kuratoriums Ulrichskirche in der Sendung "M hoch 3" (Redaktion: Ditmar Pauke)  ist ab sofort online unter: http://www.myvideo.de/watch/28856682885668 zu sehen.

01.12.2007: Kontra-Leserbrief Magdeburger Volksstimme:          06.12.2007: Kontra-Leserbrief Magdeburger Volksstimme:

   

Kommentar: "Zur Realität" zurückkehren" und nichts tun? Walter  Kommentar: "Ein Neubau, den keiner braucht"? Die alte Stadt
Ulbrichts Sprengkommandos im Nachhinein recht geben? Fast       Magdeburg braucht ohne Zweifel ihre Beinamensgeberin zu-
1000 Jahre Geschichte ignorieren? Ein Schlüsselbauwerk der         rück: "Unseres Hergotts Kanzlei", die Ulrichskirche. Es ist schon
Weltgeschichte ignorieren? Jetzt, wo durch Planungen zum Tun-     erstaunlich, dass in Zeiten, in denen Menschen rastlos ihrer
nelbau und "Blauer Bock"- Neubau ein Handeln für die Ulrichs-     Arbeit nachgehen und in der Hektik des Alltags kaum Ruhe
kirche notwendig wird? Jetzt, wo die einmalige Chance besteht,     finden, die Frage gestellt wird: "Wer braucht noch eine Kirche in
dieses barbarische Unrecht für vergleichsweise wenige Millionen    der Stadt?" Wir brauchen sie alle! Christen und Nichtchristen.
Euro wieder gutzumachen? Der ideelle "Wert" der Ulrichskirche     Als Ruhepunkt, Rückzugsort, Identifikationsort, Kulturort,
ist in Euro nicht aufzuwiegen. Weder die Frauenkirche in Dresden,  Musikort, u.v.m. Magdeburgs Ulrichskirche ist fast 1000 Jahre
die Schlösser in Braunschweig, Hannover und Berlin, noch alle an- alt, die Fundamente u.v.m. sind noch vorhanden. "Der Standort
deren aktuellen Rekonstruktionen können auf eine so lange und be- der Kirche ist nicht mehr zeitgemäß"? Kulturbarbar W. Ulbricht
deutende Geschichte zurückblicken. Wir "begnügen" uns daher nur  würde sich freuen über die Wiederaufnahme seines Argumentes.
mit der 1:1 rekonstruierten Ulrichskirche am originalen Standort!     Soll man also z.B. auch den Kölner Dom abreißen, bloß weil er
                                                                                                     nicht mehr zu den umgebenden 60er-Jahre-Bauten passt? Was
                                                                                                     sind denn das für Argumente? Die Farbaufnahme von 1956
                                                                                                     zeigt eindeutig die Harmonie der neoklassizistischen Stalinbauten
                                                                                                     mit der Gotik der Ulrichskirche. Die Fotomontagen unterstrei-
                                                                                                     chen dies nur noch. Die Reformation und die zentrale Bedeutung
                                                                                                     der Ulrichskirche mit den Magdeburger Zenturien "kaum in der
                                                                                                     Geschichte Deutschlands verankert"? Diese Unkenntnis bedarf
                                                                                                     keines weiteren Kommentars.

01.12.2007: Counter: Die Internetseite "http://www.ulrichskirche.de/" wird im Moment über 3000x/ Monat angeklickt. Laut Tracerrecherche wird die Seite von mehreren Kontinenten aus angeclickt.

25.11.2007: Erste Vorstandssitzung des Kuratoriums Ulrichskirche i.G.: Erstes Vorstandstreffen in Magdeburg. Alle gewählten Vorstandsmitglieder (10) erscheinen. Nach zweistündiger Bearbeitung aller Tagesordnungspunkte steht fest: Der Vorstand harmoniert fachlich und menschlich und ergänzt sich in den einzelnen Kompetenzfeldern hervorragend. Bereits Mitte Dezember wird das zweite Vorstandstreffen stattfinden, um weitere Grundlagen für eine erfolgreiche Vereinsarbeit zu legen.

 

25.11.2007: Die Hannoveranische Allgemeine Zeitung (HAZ) berichtet:

Kommentar: Hannover reiht sich ein in die Riege der rekonstruierenden Großstädte Deutschlands. Die Geschichte beweist: Schlüsselbauwerke kann man nicht auslöschen. Das Herrenhäuser Schloss steht in engem Zusammenhang mit dem größten Sohn der Stadt: Universalgenie Gottfried Wilhelm Leibniz. Es wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Zur Rekonstruktion bedarf es in Hannover nicht einmal einer Spendensammlung: Die Industrie (Volkswagen-Konzern) bringt den gesamten Betrag von 20 Millionen Euro selbständig auf. Hannovers Oberbürgermeister Weil (SPD) ist euphorisch: "Ein großer Wurf für die Stadt!". Niedersachsens Ministerpräsident Wulff (CDU): "...ein beglückender Tag für Hannover und das Land." Magdeburgs Nachbargroßstädte Braunschweig, Berlin, Hannover, Leipzig und Dresden schmücken sich nun alle mit Rekonstruktionen von historischen Schlüsselbauwerken und steigern damit ihre Attraktivität. Universalgenie Otto von Guericke hofft weiterhin auf die Rekonstruktion seiner Tauf- und Heiratskirche, des Schlüsselbauwerks der Weltgeschichte: St.Ulrich und Levin. Wir werden ihn nicht enttäuschen.

24.11.2007: Vier Epitaphien (Grabplatten) der Ulrichskirche haben in der Wallonerkirche überlebt. Das bekannte Kreuzigungsepitaph aus der Ulrichskirche befindet sich im Kirchenschiff der Wallonerkirche (Meditationsweg der verlorenen Kirchen Magdeburgs). Im "Kreuzgang" dieser Kirche sind nach dem Kriege mehrere Grabplatten aufgestellt worden: Drei davon stammen von der Ulrichskirche! Dank für diesen Hinweis an Herrn Bischoff.

21.11.2007: Noch mehr Baumaße tauchen auf: Ein Archiveintrag namens "Wertermittlung über die Türme, Kirchenschiff und Anbauten der St.Ulrich-Kirche zu Magdeburg" vom 30. September 1964, welcher exakte Längen-, Breiten- und Höhenangaben jedes einzelnen Raumes der Ulrichskirche angibt, wird entdeckt. Der umbaute Raum wurde zur Grundlage für die Wertermittlung der gesprengten Ulrichskirche nach damaliger Preislage (siehe auch "Originalteile" unter "Rekonstruktion"). Des Weiteren zeigt ein "Kostenüberschlag zum Neubau der Türme für die Ulrichskirche" jedes einzelne Turmbauteil auf.

Aus diesen Unterlagen geht übrigens auch hervor, dass die Kirchengemeinde Altstadt am 9. Oktober 1964 gegen den "Feststellungsbescheid über die Ulrichskirche zu Magdeburg" vom Rat der Stadt Magdeburg Beschwerde eingereicht hatte, da die beauftragte Stadtbauleitung Magdeburg am 22. Juni 1964 einen Entschädigungswert von 417.000 MDN (=Mark der Deutschen Notenbank) für die Ulrichskirche errechnet hatte, Kirchenbaumeister Otto im Auftrag der evangelischen Kirche jedoch einen Wert von 1.238.000 MDN! Ob entschädigt und ob gerecht entschädigt wurde, geht aus den Unterlagen jedoch nicht hervor.

19.11.2007: Magdeburger Volksstimme:

16.11.2007: Leserbriefe in der Magdeburger Volksstimme:

Kommentar: Herr Raschke wiederholt inhaltlich seinen Leserbrief vom 10.07.07. Bewusst wird der Fakt ignoriert, dass 80 Prozent der Grünfläche des Ulrichplatzes trotz rekonstruierter Ulrichskirche erhalten bleiben. Hier ist kein weiterer Kommentar erforderlich. Als evangelischer Christ wünsche ich mir eine offene Diskussion innerhalb der Kirche. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum Herr Raschke die Bewohner der Landeshauptstadt Magdeburg als "Ungläubige" aufgibt, und aus diesem Grunde die Rekonstruktion der Ulrichskirche ablehnt. Die Ulrichskirche wird für alle Menschen da sein. Zurückgekehrt in das Herz der Landeshauptstadt Magdeburg wird die Ulrichskirche vielmehr sein, als eine architektonische Bereicherung des Stadtzentrums. Auf der einen Seite kann sie den Menschen Gott näher bringen, ein Ort der Zuflucht sein und karitative Aufgaben übernehmen, auf der anderen Seite wird sie Pilgerstätte für Kunst-, Kultur- und Musikinteressierte sein. Eine weltoffene Ulrichskirche im Zentrum Magdeburgs passt gut zu dieser Stadt und ihrer Geschichte.

12.11.-16.11.2007: Abriss des Rhesusaffenhauses im Zoo, welches Ende der 50er Jahre aus vielen Trümmersteinen der Ulrichskirche errichtet wurde und nun einem neuen "Amazonienhaus" weichen muss. Mitglieder des Kuratoriums Ulrichskirche i.G. haben keine Anstrengungen gescheut, die Bergung der Ulrichskirchensteine durch eigenes Anpacken und auf eigene Kosten durchzuführen, stellvertretend seien hier u.a. Herr Hippler und Herr Dr. Stein (siehe Foto) genannt. Mehrere Baucontainer voll mit originalen Steinen der Ulrichskirche sind nun im Besitz des Kuratoriums Ulrichskirche i.G.

  

Die Dresdner Frauenkirche hat einen würdigen Nachfolger: die Magdeburger Ulrichskirche! Genau wie die alten Sandsteine des Trümmerberges der Frauenkirche in die Fassade der Frauenkirche eingearbeitet wurden (siehe Fotos unten), ist dies nun auch bei der Rekonstruktion der Magdeburger Ulrichskirche möglich. Es geht nicht nur darum, etwas zu wollen, sondern vor allem darum, etwas zu machen. Dank nochmals dem Magdeburger Zoo, welcher uns die Bergung der Steine gestattet hat.

  

09.11.2007: Umfrage in Magdeburg's Partnerstadt Braunschweig ergibt: Rekonstruktion des Stadtschlosses gefällt fast allen.

(Quelle: Braunschweiger Zeitung)

Kommentar: Ich habe das rekonstruierte Braunschweiger Schloss - oder besser dessen rekonstruierte Fassade - vor kurzem selbst besucht. Aufgrund meines Kunstgeschichtsstudiums an der TU Braunschweig erinnere ich mich noch gut an den Bereich um den Bohlweg vor der Rekonstruktion. Es ist faszinierend zu sehen, wie dieser Stadtteil durch die Schlossrekonstruktion aufgewertet wurde. Dass das Innenleben des Schlosses heute von Geschäften und der Stadtbibliothek und nicht wie historisch vorgesehen von Monarchen genutzt wird, ändert nichts an seiner Wirkung und der damit einhergehenden Faszination, die es ausstrahlt. Erstaunlich ist, wie ein einziges Gebäude den Charakter eines sonst von langweiliger 60er Jahre Nachkriegsbebauung geprägten Straßenzuges komplett verändern kann. Man hat den Eindruck, dass die alte Löwenstadt Braunschweig mit ihrem neuen/alten Zentrum geradezu auflebt. Ich kann meinem ehemaligen Kunstgeschichtsdozenten Herrn Dr. Bernd Wedemeyer nur zu seiner Arbeit gratulieren. Er hat den Investor der Schlossarkaden vortrefflich beraten. Magdeburgs Partnerstadt Braunschweig hat durch die Rekonstruktion des Stadtschlosses einen weiteren, schwergewichtigen weichen Standortfaktor und -vorteil.

06.11.2007: Kontra-Leserbrief (Magdeburger Volksstimme):        09.11.2007: Leserbriefe (Magdeburger Volksstimme):

     

Kommentar: Rekonstruktion auf dem Originalstandort ist die         Kommentar:  Der glückliche Umstand, dass gerade zur Gründ-
einzig zulässige, der Genius loci ist nicht verschiebbar. Die plumpe   ung des Kuratoriums Ulrichskirche originale Steine im Zoo frei
Beschimpfung meiner Person und von Kuratoriumsmitgliedern         werden, ist Folge jahrelanger Vorarbeit, Recherche und eines
erübrigt jeden weiteren Kommentar.                                               Zufalls, den einige Schicksal, andere Gottes Wille nennen.

07.11.2007: In den letzten Monaten haben zustimmende und ablehnende Leserbriefe in der Presse geholfen, diese Internetseite zu gestalten und auf viele offene Fragen Antworten zu geben:

  • Grünfläche: 80 Prozent des Ulrichplatzes bleiben trotz Ulrichskirche unverändert.

  • Verkehr: Keinerlei Beeinträchtigung des Verkehrs auf der Ost-West-Achse (Ernst-Reuter-Allee).

  • Bauweise: Originalgetreue 1:1 Rekonstruktion  in der letzten architektonischen Fassung nach alten Plänen.

  • Kopie: Der "Kopie" oder "Duplikat"-Begriff ist falsch, da dieser als Nachbildung nach vorhandenem Original definiert ist.

  • Originalteile: Ulrichskirchensteine und Ausstattungsstücke existieren in großer Zahl, die Fundamente sind vorhanden.

  • Nutzung: Die evangelische Kirche zeigt mit zwei hochrangigen Vorstandsmitgliedern großes Interesse.

  • Finanzierung: Das Bauwerk soll über Spenden und Zuwendungen finanziert werden, die keine sozialen Projekte gefährden.

  • Denkmalpflege: Der Erhalt der vorhandener Baudenkmäler wird durch die Ulrichskirche nicht gefährdet.

  • Initiator: Gebürtiger und bekennender Sachsen-Anhalter und um und in Magdeburg aufgewachsen.

Als Autor dieser Internetseite wünsche ich mir weiterhin eine lebhafte Diskussion in der Presse. Ich verzichte jedoch ab sofort darauf, sich inhaltlich wiederholende Gegenargumente zu kommentieren. Dr. Tobias Köppe

07.11.2007: Bundestag gibt grünes Licht für Berliner Stadtschloss: Berlin (dpa) - Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat den Startschuss zum teilweisen Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses gegeben. Die Parlamentarier stimmten dem Projekt mit einer «verbindlichen Kostenobergrenze» von 552 Millionen Euro zu. Das teilte eine Sprecherin von Bauminister Wolfgang Tiefensee mit. In den Kosten sind 72 Millionen Euro für die Erstausstattung enthalten. 80 Millionen Euro will ein privater Förderverein beisteuern. Baubeginn soll nach dem Abriss des Palastes der Republik 2010 sein.

Kommentar: Das Berliner Stadtschloss wird wieder aufgebaut! Dies ist beschlossene Sache und freut mich sehr. 552 Millionen Euro soll das Bauwerk kosten, den größten Teil der Summe trägt der Bund. Geradezu niedrig mutet im Vergleich die geschätzte Bausumme für die rekonstruierbare Magdeburger Ulrichskirche an: 25-30 Millionen. Sicherlich hat das Berliner Stadtschloss für unsere deutsche Hauptstadt und Geschichte eine herausragende Bedeutung und ist Zentrum Berlins. Die Parlamentarier sollten jedoch auch ein Auge auf die welthistorisch bedeutsame Magdeburger Ulrichskirche werfen, ohne die Martin Luthers reformatorische Gedanken wohl kaum über Europa und die ganze Welt verstreut worden wären.

06.11.2007: Kontra-Leserbrief  (Magdeburger Volksstimme)         09.11.2007: Pro-Leserbrief (Magdeburger Volksstimme)

     

Kommentar: Auf die Unwahrheit des "kleinen Kreises" gehe
ich nicht ein, ebenso wenig wie auf den falschen "Kopie"-Begriff.
Welch ein Glück, dass es noch so viele Originalsteine gibt, damit
hätte Walter Ulbricht wohl nie gerechnet. Der ehemalige Standort
des Stadttheaters ist heutzutage durch einen Block des City-
Carrè's überbaut, eine Rekonstruktion auf alten Fundamenten ist
daher unmöglich. Sich für Vorhandenes einzusetzen ist selbstver-
ständlich, dies tue ich ja bereits seit 3 Jahren für die Fundamente,
Steine und Ausstattungsstücke der welthistorisch bedeutsamen
Ulrichskirche. Zum Nutzen der Stadt! Magdeburg setzt sich ein
Denkmal: ein Denkmal freien Glaubens und ein Denkmal des
größten Sohnes der Stadt, Otto von Guericke.

05.11.2007: Durch den Abriss des Rhesusaffenhauses im Magdeburger Zoo, welches einem neuen "Amazonienhaus" weichen muss, werden originale Ulrichskirchensteine frei. Diese können bei der Rekonstruktion der Ulrichskirche verwendet werden, ähnlich wie es in Dresden beim Wiederaufbau der Frauenkirche geschehen ist. Was für ein Zufall, was für ein Schicksal! Ohne diese Initiative zur Rekonstruktion der Ulrichskirche wären diese wertvollen Steine - die Geschichte atmen - in einem Steinwerk geschreddert worden. Durch die freundliche Unterstützung des Magdeburger Zoos (Direktor Dr. Kai Perret) werden diese Steine nun dem Kuratorium Ulrichskirche i.G. zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

   

   

04.11.2007: Ulrichskirche kann Pilgerstätte für Musikfreunde aus aller Welt werden: Auch die weltberühmte Schnitger-Orgel der Ulrichskirche ist rekonstruierbar. Im Internet wird die Idee von der Rekonstruktion der Ulrichskirche deutschlandweit diskutiert. In einem Forum wird der Hinweis gegeben, dass "...in den 1990er Jahren Untersuchungen der Universitäten Göteborg und Chalmers über die verlorengegangenen Arbeitsweisen der früheren Orgelbauer diese wieder entschlüsselt und zu einer Neuschaffung einer norddeutschen Barockorgel in der Örgryte Nya Kirka geführt haben... Insofern der Wille bestünde, in der neu aufgebauten Ulrichskirche an die alte Glanzzeit Magdeburgs als Schnitgerstadt anzuknüpfen, wäre eine exakte Rekonstruktion der Orgel möglich... Wenn dieser Wunsch besteht, wenn die internationale Musikszene dies mitträgt und die Orgel durch Spenden neu erschaffen werden könnte, würde in der Ulrichskirche ein Instrument von internationaler Bedeutung und größtmöglicher Beachtung entstehen und die wieder aufgebaute Ulrichskirche eine Pilgerstätte für Musikfreunde aus aller Welt werden..."

Kommentar: Man stelle sich vor: Die Ulrichskirche als Pilgerstätte für Musikfreunde aus aller Welt. Einmal am Tag, vielleicht zu einem festgelegten Zeitpunkt, erklingt für einige Minuten in der Ulrichskirche der Klang einer Schnitger-Orgel und versetzt seine Zuhörer zurück in die barocke Glanzzeit der Mutter aller Instrumente. Zusammen mit der neuen Domorgel, der St.Sebastians-Orgel und der Orgel des Klosters Unser Lieben Frauen könnte Magdeburg zu einem Mekka klassischer Musik werden. Dies hätte die in der Tradition Telemanns stehende Domstadt mehr als verdient. Was für eine Vision!

04.11.2007: Der Generalanzeiger Magdeburg berichtet:

31.10.2007 (Reformationstag): Feierliche Gründung des Kuratoriums Ulrichskirche i.G. in der Johanniskirche.

(Quelle: Magdeburger Volksstimme vom 01.11.2007)

28.10.2007: Elbestädte bauen sich Wahrzeichen. Drei Großstädte liegen an der Elbe: Dresden, Magdeburg und Hamburg. Was haben diese drei Städte am 1100 km langen Elbestrom noch gemeinsam? Dresden baute sich mit der Frauenkirche bereits ein Wahrzeichen, Hamburg baut sich mit der Elbphilharmonie ein Wahrzeichen und Magdeburg wird sich mit der Ulrichskirche ein Wahrzeichen bauen. Die Dresdener Frauenkirche kostete ca. 180-200 Millionen Euro, über 100 Millionen Euro wurden durch Spendengelder aufgebracht. Die Hamburger Elbphilharmonie soll 241 Millionen Euro kosten. Hierbei handelt es sich um den Überbau eines alten Kaispeichers. Innerhalb von neun Monaten wurden bereits 64 Millionen Euro Spendengelder gesammelt! Die groß angelegte Spendenkampagne "Hamburg baut ein Wahrzeichen" wurde bereits mit einem Preis (Effie-Gold) ausgezeichnet.

Die Magdeburger Ulrichskirche soll 25-30 Millionen Euro kosten. Ich habe keinen Zweifel, dass Magdeburger Bürgersinn diese Summe durch Spenden erwerben wird. Magdeburg darf im Konkurrenzkampf der Städte um Aufmerksamkeit nicht zurückfallen!

30.10.2007: MDR-Fernsehbericht in der Länderzeit: Kurzer Bericht über die unternommenen Anstrengungen bzgl. der Rekonstruktion der Ulrichskirche und die bevorstehende Gründung des Kuratoriums Ulrichskirche i.G., des Weiteren wird das alte Rhesusaffenhaus im Zoo gezeigt, welches demnächst abgerissen und durch das neue "Amazonienhaus" ersetzt werden soll.

27.10.2007: Deutschlandradio Kultur berichtet in seiner Sendereihe "Religionen" ausführlich über das Rekonstruktionsprojekt Ulrichskirche unter dem Titel "Das Frauenkirchensyndrom". In Interviews begrüßen Herr Reiner Riegg vom Kuratorium Johanniskirche e.V., Superintendent Michael Seils und Stadtplanungsamtsleiter Dr. Eckart Peters das Vorhaben. Dr. Reinhard Höppner dagegen steht dem Projekt ablehnend gegenüber, er persönlich braucht die Ulrichskirche nicht. Diverse Pro und Kontra-Stimmen Magdeburger Bürger zeigen, dass eine lebhafte Diskussion zum Thema Rekonstruktion der Ulrichskirche in der Stadt geführt wird. Im folgenden der komplette Radiobericht:
 

Debatte um Wiederaufbau der Ulrichskirche

Bereicherung für Magdeburg oder Geldverschwendung?

Von Ita Niehaus

Vor 51 Jahren, am 5. April 1956, wurde die Magdeburger Ulrichskirche gesprengt. Nun machen sie sich für den Wiederaufbau stark. Am Reformationstag gründen sie das "Kuratorium Ulrichskirche - Die Gesellschaft zur Förderung der Rekonstruktion der Ulrichskirche zu Magdeburg".

Der Ulrichplatz in Magdeburg - auf den ersten Blick ein Platz wie viele andere auch. Grünanlagen, Bänke, ein Café, ein großer Brunnen - mitten im Großstadtlärm.

Zurzeit erinnert nur ein kleines Modell aus Bronze daran, dass hier bis zum 5. April 1956 die Ulrichskirche stand, die zweitälteste Pfarrkirche Magdeburgs. Das soll sich ändern. Die Kirche soll originalgetreu wieder aufgebaut werden. Die Idee dazu hatte der in der Nähe von Magdeburg aufgewachsene Chirurg Tobias Köppe.

Köppe: "Primär, weil ich sehr heimatverbunden bin. Die Ulrichskirche ist mir ins Auge gefallen, als ich mich mit ostfälischer Baukunst beschäftigt habe. Dabei ist mir die Ulrichskirche als ein besonders schönes Beispiel aufgefallen. Und dann habe ich mich mit ihrer Geschichte beschäftigt und war entsetzt, was für ein Schicksal sie erleiden musste."

Reiner Riegg, Kuratorium Johanniskirche e.V.: "Ich habe die Sprengung der Kirche miterlebt, und das war besonders bewegend, wie dieses Bauwerk, was völlig noch in Ordnung war, das heißt den damaligen Vorstellungen entsprechend. Die Stadt war ja völlig zerbombt/aus politischen Gründen gelegt wurde."

Auch Reiner Riegg engagiert sich für die Ulrichskirche. Der Magdeburger Unternehmer hat bereits Erfahrung mit solchen Großprojekten. Er hat nämlich mitgeholfen, die Johanniskirche, die heutige Stadthalle von Magdeburg, wiederaufzubauen.

Unter den Magdeburger Bürgern ist das neue Projekt allerdings umstritten. Umfrage Magdeburger:
"Haben wir nicht schon genug Kirchen? Sind schon so viele restauriert/Und es muss auch in Ordnung gehalten werden, und da fehlt das Geld…viele Arbeitslose, schlimm/ Das eine gute Sache/ein Stück Kultur/in der Stadt/dass hier auch etwas getan wird/Nein, weil damit das hier, was architektonisch aus, kann man sagen Stalinzeit existiert, das geht wieder kaputt/ Warum nicht?/Wäre auch wieder wünschenswert/Sie ist gesprengt worden, das hat ja damals niemand verstanden/Na ja, wir wollen hoffen, dass es gelingt."

Und das hängt nicht zuletzt vom Geld ab: 25-30 Millionen, so erste Schätzungen, kostet der Wiederaufbau. Tobias Köppe und seine Mitstreiter sind optimistisch, das Geld durch Spendenaktionen, wie sie zur Finanzierung der Dresdener Frauenkirche initiiert wurden, zusammenzubekommen. Finanziell wird der Kirchenkreis Magdeburg nichts dazu beisteuern können. Doch Superintendent Michael Seils ist sehr angetan von der Idee.

Seils: "Das heißt, da ist ein ganzes Stück Magdeburger Identität, also, was Magdeburg vom Stadtbild her, aber auch innerlich, geistig geprägt hat, verloren gegangen ist. Und wenn ein kleines Stück davon, zunächst einmal symbolisch, dann auch gefüllt mit einem Inhalt wiederauferstehen könnte, dann denke ich, das wäre eine große Chance, die es erst einmal zu realisieren und dann zu entdecken gilt."

Aber es gibt auch innerkirchlich gewichtige Gegenstimmen. Reinhard Höppner, zum Beispiel. Der Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchtags in diesem Jahr und ehemalige Ministerpräsident von Sachsen Anhalt sieht keinen Sinn in diesem Vorhaben.

Höppner: "Dieses gesellschaftliche und bürgerliche Engagement in Dresden war einmalig und das lässt sich nicht einfach wiederholen. Und - im Übrigen - sie wird auch nicht gebraucht - weder als Versammlungsort, noch als Veranstaltungsort für die Stadt. Beides ist reichlich da, schwer auszulasten - wofür also?"

Von solchen Argumenten zeigen sich die Befürworter allerdings unbeeindruckt. Sie verweisen auf die Bedeutung der Ulrichskirche für Magdeburg. Sie galt nicht nur als schönste Pfarrkirche der Stadt, sie war auch die Taufkirche des Universalgelehrten und Magdeburger Bürgermeisters Otto von Guerickes . Für Tobias Köppe ist sie vor allem eines: das Symbol einer wichtigen Epoche der Kirchengeschichte.

Köppe: "Sachsen Anhalt war Luthers Land - darin liegt die welthistorische Bedeutung. Und die Ulrichskirche war die erste Kirche, die evangelisch wurde. In dieser Großtadt liefen quasi die Druckerpressen heiß und dieses Gedankengut würde über die ganze Welt verteilt und die Pfarrer der Ulrichskirche waren diejenigen, die diesen reformatorischen Gedanken eine Heimat boten."

Mal abgesehen vom Geld, gibt es also eigentlich keine großen Probleme. Die alten Bebauungspläne sind noch da, der Standort ist unbebaut und die Fundamente der Ulrichskirche sind sehr wahrscheinlich auch vorhanden - da ist sich Stadtplanungsamtsleiter Eckhart Peters ziemlich sicher. Aus städtebaulicher Sicht hat er keine Einwände.

Peters: "Die große Straße, die ehemalige Wilhelm-Pieck-Allee und heutige Ernst-Reutter-Allee tangiert ja den Bereich der Kirche nicht. Und es befindet sich neben der Kirche wie früher ein kleiner Platz, und es würde in die Gestaltung insgesamt wunderbar hereinpassen."

Wie die Ulrichskirche einmal genutzt werden soll, darüber wird noch diskutiert. Gedenkstätte, Konzerthalle, Museum ? Alles ist möglich.

Köppe: "Wichtig für mich ist, dass egal wie die Kirche später einmal genutzt wird, sich die sakrale Funktion des Gebäudes herauskristallisiert."

Tobias Köppe ist überzeugt, dass seine Vision Wirklichkeit wird. Und er weiß auch schon wann: zum 500-jährigen Jubiläum des Reformationstages.

Köppe: "Die evangelische Kirche selber hat diese Idee gegeben, so dass ich mich sehr freue, am 31. Oktober 2017 in diese Kirche einzuziehen."

26.10.2007: 3. Treff zur Ulrichskirche, diesmal mit an Vorstandsmitarbeit interessierten Magdeburger Bürgern und Bundesbürgern. Das Treffen dient dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vorbereitung der Gründungsveranstaltung am 31.10.2007, welche um 14.30 Uhr in der Galerie der Johanniskirche stattfindet.

23.10.2007: Die Magdeburger Volksstimme berichtet:

20.10.2007: Die Magdeburger Volksstimme berichtet:

20.10.2007: Magdeburger Volksstimme berichtet:

19.10.2007: Die Leipziger Volkszeitung schreibt:

17.10.2007: Der berühmte Startrompeter und Mitinitiator des Wiederaufbaus der Dresdener Frauenkirche Prof. Güttler bietet dem Projekt Ulrichskirche seine beratende Unterstützung an. Güttler, der Kenner der Kirchenbauten Magdeburgs und der Magdeburger Stadtgeschichte ist, sieht in der Rekonstruktion der Ulrichskirche stellvertretend für die sieben anderen durch den sozialistischen Städtebau vernichteten Kirchenbauten eine große Chance. Wortwörtlich: "Diese einzigartige Möglichkeit verachtfacht ihre Symbolik!"

11.10.2007: Die Super-Illu (Berlin) berichtet:

08.10.2007: Im Magdeburger Zoo wird die Ausstellung "Kirchentrümmer im Zoo" durch Zoodirektor Dr. Kai Perret und Projektpaten Landesminister Karl-Heinz Daehre (Bau- und Verkehr) eröffnet. Das Projekt von Schülern und Schülerinnen der IGS "Regine Hildebrandt" unter der Leitung von Dr. Angelika Wolters, Andrea Wesch und Sr. Lydia kommt zu dem Schluss, dass Bildbeispiele und Gespräche mit Zeitzeugen die Benutzung von Kirchensteinen in etlichen Anlagen des Zoos (z.B. altes Eingangshäuschen, Begrenzungsmauer zum Vogelsangpark, Affengehege) belegen. Zeitzeugenberichte sprechen dafür, dass sie von der Ulrichskirche stammen. Trümmersteine der Deutsch-Reformierten Kirche wurden laut Zeitzeugenaussagen für den Bärenkäfig verwendet, der aber schon vor mehreren Jahren abgerissen worden ist. Die wieder verwendeten Kirchentrümmersteine weisen in der Regel eine Höhe von 30-50 cm und eine Länge von 40-60 cm auf. Laut Archivunterlagen sind insgesamt wohl bis zu 280.000 Trümmersteine im Magdeburger Zoo verbaut worden.

Kommentar: Ich beglückwünsche die Schüler und Schülerinnen der IGS "Regine Hildebrandt" und ihre Betreuerinnen zur gelungenen Realisierung des Projektes "Kirchentrümmer im Zoo" und zu der schönen Broschüre. Ich wünsche dieser Ausstellung (im Giraffenhaus) und dem Magdeburger Zoo viele interessierte Besucher. Der Zufall will es, dass einige Anlagen, in denen Trümmersteine der Ulrichskirche verbaut worden sind, in den nächsten Jahren durch moderne Bauten ersetzt werden sollen. Diese Baumaterialen könnten nach fachmännischer Niederlegung bei einer Rekonstruktion der Ulrichskirche in den Baukörper mit eingefügt werden, ähnlich, wie es in Dresden beim Wiederaufbau der Frauenkirche geschehen ist. Hierfür bedürfte es nach vorheriger Prüfung der Machbarkeit natürlich der Zustimmung des Magdeburger Zoos und der Stadt Magdeburg (siehe auch "Originalteile").

05.10.2007: Treffen mit dem Vorstand der von Alemann'schen Stiftung in Köln. Diese Stiftung hat ihren Sitz und ihre Wurzeln in Magdeburg. Eine Strasse in Magdeburg trägt heute noch den Namen der Familie, welche mit der Stadt sehr verbunden ist. Die von Alemanns stellten früher etliche Ratsherren. Otto von Guericke war in erster Ehe mit einer von Alemann verheiratet. Die Hochzeit fand in der Ulrichskirche statt. An der Kirche gab es Grabplatten (Epitaphien) von beiden Familien. Ein Foto eines Epitaphs von Katharina von Alemann finden Sie unter "Originalteile".

01.10.2007: Treffen in Köln mit Sympathisanten und Experten aus dem Bereich Fundraising.

01.10.2007: Ein Magdeburger Bürger teilt mir mit, dass die Schichtdicke des Erdreichs (Krume) über den Fundamenten der Ulrichskirche mit großer Sicherheit auf nur 40-60 cm geschätzt werden kann. Lt. einem Zeitzeugen soll sich das Ulbricht-Regime nach Sprengung der Türme und Abriss des Kirchenschiffs keine besondere Mühe gegeben haben, die Fundamente mühevoll heraus zu brechen. Schnell soll eine Schicht Erdreich über die Fundamente verteilt worden sein, um die Spuren der Schandtat für immer zu verdecken. Die städtebaulichen Planungen sahen ja auch keine Wiederbebauung vor, der Zentrale Platz sollte als sozialistischer Aufmarschplatz frei bleiben und einen guten Blick auf den geplanten stalinistischen Rathaus-Wolkenkratzer am Elbufer ermöglichen. Dazu ist es nie gekommen. Wer hätte 1956 daran gedacht, dass St.Ulrich und Levin einmal wiedererstehen könnte?

01.10.2007: Counter: Die Website "http://www.ulrichskirche.de/" wird im Moment ca. 1500-2000x/Monat angeklickt. In den Suchmaschinen belegt sie erste Plätze. Dies zeigt das große Interesse der Öffentlichkeit an diesem Thema.

30.09.2007: Inhalte der Glasmalereien an den Fenstern lassen sich genau zuordnen. Die Fenster der Ulrichskirche sind durch die Bombardierungen zerstört worden. Erfreulicherweise existieren alte Archiv-Unterlagen vom 12. Mai 1899, die genau zeigen, welche Glasmalereien auf welchem Fenster zu sehen waren. Einige Fenster sind sogar fotografiert worden. Diese Fotos und Unterlagen könnten zur Vorlage der inhaltlich genauen Rekonstruktion der Fenster der rekonstruierten Ulrichskirche werden (siehe auch "Originalteile").

28.09.2007: Ulrichsorgelschnitzwerk hat überlebt. In alten Archivunterlagen der evangelischen Kirche finde ich eine "Aufnahme der Reste des Orgelprospektes der Ulrichskirche zu Magdeburg (zusammengestellt im Dom Magdeburg)" vom 18. April 1956. Fotos und Unterlagen zeigen eindeutig die große Anzahl geretteten Schnitzwerkes, bestehend aus  Engelsfiguren, Blattwerk und Kronen (siehe auch "Originalteile").

26.09.2007: Pegasus-Werbeagentur entwirft ein Werbe-Plakat:

24.09.2007: Der Generalanzeiger Magdeburg (Autorin N. Bosold) berichtet über den 2. Treff zur Ulrichskirche:

21.09.2007: Interview mit Frau Ita Niehaus vom Deutschlandradio Kultur. Herr Reiner Riegg vom Kuratorium Johanniskirche e.V., Herr Dr. Volkmar Stein und meine Person nehmen an diesem Interview teil. Herr Dr. Peters vom Stadtplanungsamt wurde bereits zuvor interviewt, Superintendent Seils danach. Der Beitrag wird am Samstag, dem 27.10.2007 in der Sendung "Religionen" (16.00-17.00 Uhr) gesendet.

  

20.09.2007: 2. Treff zur Ulrichskirche, diesmal mit begeisterten Bürgern aus Magdeburg und Umgebung in den Räumlichkeiten des Kneipp-Vereins Magdeburg. Ich danke auf diesem Wege recht herzlich dem Vorsitzenden Herrn Voigt für die freundliche Unterstützung. Die Teilnehmerzahl musste aus organisatorischen Gründen leider auf 25 begrenzt werden. Ziel des Treffs war das Sichkennenlernen besonders engagierter Ulrichskirchler und Ulrichskirchlerinnen sowie die Diskussion der Satzung und der kommenden Gründungsveranstaltung am Reformationstag 2007. Ein 3. Treff zur Ulrichskirche ist geplant.

          

20.09.2007: Rechtliche Beratung zur Satzung des in Gründung befindlichen Fördervereins durch die evangelische Kirche.

19.09.2007: Vorstellung des Anliegens des in Gründung befindlichen Fördervereins Ulrichskirche beim Baudezernat.

18.09.2007: Räumlichkeiten für Vereinssitzungen und eine postalische Adresse für den in Gründung befindlichen Förderverein Ulrichskirche werden organisiert.

17.09.2007: Mit Hilfe von Frau Brigitte Draeseke entdecke ich Fotos jeder einzelnen Grabplatte (Epitaph) der Ulrichskirche. Die kostbaren Epitaphien wurden 1956 vor der Sprengung fein säuberlich abfotografiert. Lt. Aufzeichnungen des Gemeindekirchenrates der Ev. Kirchgemeinde Altstadt vom 20. März 1956 wurden einige Epitaphe vor der Sprengung abgebaut. Aus einem Schriftstück des Evangelischen Konsistoriums der Kirchenprovinz Sachsen vom 11. Januar 1956 geht hervor, dass die Epitaphe an der Ulrichskirche  unter anderem von den Familien Otto von Guerickes und seiner ersten (Alemann) und zweiten Frau (Lentke) stammen.

15.09.2007: Die Magdeburger Volksstimme berichtet über den aktuellen Stand der Dinge in Bezug auf die Rekonstruktion der Potsdamer Garnisonkirche: "Potsdams Garnisonkirche soll wieder aufgebaut werden...Seit Jahren wird um die Wiedererrichtung der Garnisonkirche gerungen...Dabei ist der Wiederaufbau sozusagen Chefsache: Neben Privatleuten reihten sich auch Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und der evangelische Bischof Wolfgang Huber unter die Befürworter. Innenminister Schönbohm (CDU) wird mit den Worten zitiert: Das Projekt hat nationale Bedeutung mit internationaler Wirkung. Darauf setzt auch der Vorsitzende der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisionkirche (FWG), Johann-Peter Bauer...Ende 2007 soll eine Stiftung gegründet werden. Damit gebe es dann eine offizielle Bauherrin...Das von der evangelischen Kirche und der Landesregierung bereitgestellte Stiftungskapital liege bei rund einer halben Million Euro. Die Stadt Potsdam wolle der Stiftung das Baugrundstück unentgeltlich überlassen...Die Kosten für den Wiederaufbau werden auf 65 Millionen Euro veranschlagt."

Kommentar: Die Potsdamer Garnisonkirche wird kommen. Sie wird weit mehr als das Doppelte der geschätzten Baukosten der Magdeburger Ulrichskirche kosten. In Brandenburg ist die Rekonstruktion dieses Preußen-Symbols bereits Chefsache auf oberster Ebene von Politik und Kirche. Streitigkeiten zwischen der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Kirchenspiel und der evangelischen Kirche hatten den Fortgang der Dinge in der Vergangenheit stark behindert, obwohl bereits mehrere Millionen Euro Spendengelder gesammelt worden sind. Die Streitigkeiten sind jetzt beigelegt. Die baulichen Voraussetzungen sind ähnlich wie bei der Ulrichskirche: es existiert keine Ruine, man hat jedoch viele originale Bauteile und originale Baupläne und Ausstattungsstücke und kann die Kirche am alten Standort originalgetreu rekonstruieren. Von der Bedeutung her ist die Ulrichskirche der Garnisonkirche für die deutsche und europäische Geschichte mindestens ebenbürtig.

08.09.2007: Die Satzung für den in Gründung befindlichen Förderverein Ulrichskirche wird entworfen und notariell geprüft. Der Förderverein möchte an die Erfolge des Kuratoriums Johanniskirche e.V. anknüpfen.

21.08.2007: "Magdeburg gehört zu den grünsten Städten Deutschlands. Im diesjährigen Bundeswettbewerb 'Entente Florale - Unsere Stadt blüht auf' erhielt die Landeshauptstadt eine von 8 Goldmedaillen bundesweit. Eine Umfrage unter den 50 größten deutschen Städten ergab, dass Magdeburg nach Hannover bundesweit den zweithöchsten Grünanteil hat. Die Verleihung der Goldmedaille erhielt Magdeburg auch wegen der gelungenen Einbindung historisch bedeutsamer und kulturell genutzter Gebäude in das Grünflächenkonzept der Stadt." (MDR Radio Sachsen-Anhalt)

Kommentar: Magdeburg hat den zweithöchsten Grünflachenanteil in der Bundesrepublik Deutschland. Am zweiten Platz wird sich durch eine rekonstruierte Ulrichskirche nichts ändern. Die rekonstruierte Ulrichskirche würde nur 20% des grünen Ulrichplatzes einnehmen. Eine gelungene Einbindung der Ulrichskirche in das Grünflächenkonzept der Stadt ist möglich, Lenné's Vision einer Ulrichskirche im "Grünen" nun realisierbar (siehe auch "Grünfläche").

14.08.2007: Weitere Resonanzen aus Europa, der niederländische Bürger Robert Veenenberg schreibt: "Der Wiederaufbau der gesprengten Ulrichskirche würde der hochmodernen Innenstadt Magdeburgs großen Wert zufügen. Selten hat nur ein einziges Gebäude so viel positive Wirkung gezeigt. Ich hoffe, dass es wirklich einmal so weit kommt." Ein dänischer Bürger wünscht dem Projekt gutes Gelingen.

13.08.2007: Magdeburger Volksstimme

   

10.08.2007: Evangelischer Pressedienst Magdeburg meldet:            10.08.2007: Leserbrief aus der Magdeburger Volksstimme:

   

10.08.2007: Zerbster Volksstimme                   14.08.2007: Haldensleber Volksstimme

       

07.08.2007: Pro-Leserbrief in der Magdeburger Volksstimme        04.08.2007:Kontra-Leserbrief in der Magdeburger Volksstimme

   

                                                                                                       Kommentar: Ich habe die Kriegs- und Nachkriegszeit natürlich
                                                                                                       nicht miterlebt. Aus der Literatur und aus vielen Gesprächen weiß
                                                                                                       ich jedoch, dass Magdeburg heute noch 5-8 weitere Kirchen und
                                                                                                       große Teile der Altstadtstraßen (Breiter Weg) besitzen würde,
                                                                                                       hätten die Siegermächte die Elbe als Grenzlinie belassen. Stadt-
                                                                                                       grundriss und eine Vielzahl von Gebäuden hätten wieder rekon-
                                                                                                       struiert werden können, genauso wie es z.B. in München, Würz-
                                                                                                       burg und Münster geschehen ist. Stattdessen folgte der Flächen-
                                                                                                       abriss und die fast komplette Zerstörung der Identität der alten
                                                                                                       Stadt, die als Folge eines barbarischen Naziregimes bereits be-
                                                                                                       gonnen hatte. Faschismus u. Kommunismus sind verantwortlich!
                                                                                                       Dass Wohnraumschaffung in jenen Jahren Priorität hatte, ist
                                                                                                       klar, aber dies legitimiert nicht die Sprengung von Kirchen, den
                                                                                                       Abriss barocker Fassaden und die Vernichtung des Grundrisses.

02.08.2007: Pro-Leserbrief in der Magdeburger Volksstimme        06.08.2007:Kontra-Leserbrief in der Magdeburger Volksstimme

   

                                                                                                       Kommentar: Nicht jedes beseitigte Denkmal kann und soll
                                                                                                       rekonstruiert werden, aber das wichtigste von allen: die Ulrichs-
                                                                                                       kirche. Es handelt sich sich um eine exakte Rekonstruktion im
                                                                                                       Maßstab 1:1. Der Begriff "Kopie" ist falsch, ist die Kopie doch
                                                                                                       als eine Nachbildung nach einem vorhandenen Original definiert.
                                                                                                       Der geistige Bauentwurf ist für die Originalität verantwortlich!
                                                                                                       Bischof Noack äußerte sich im  Februar 2006 privat, mittlerweile
                                                                                                       hat sich die evangelische Kirche offizieller positioniert. Noack
                                                                                                       sagte wortwörtlich "kaum beteiligen können". Diese Wortwahl
                                                                                                       lässt Entwicklungen zu. http://www.ulrichskirche.de/ gibt Antworten.

 

01.08.2007: Das Interview vom 23.07.2007 auf dem Ulrichplatz, ausgestrahlt in der Sendung "M hoch 3" von Herrn Pauke im Stadtfernsehen Magdeburg ("Offener Kanal"), ist ab sofort auch mit dem FLV-Player (Freeware) im Internet zu sehen unter: http://www.myvideo.de/watch/2040346 oder herunterladbar und mit dem Windows-Media-Player abspielbar unter: http://pama.podspot.de/post/wiederaufbau-der-magdeburger-ulrichskirche/

28.07.2007 und 30.07.2007: Pro- und Kontra-Leserbriefe aus der Volksstimme

   

Kommentar: Die Ulrichskirche ist die Ulrichskirche. Das Schiffshebewerk ist das Schiffshebewerk. Ich selbst unterstütze den Erhalt dieses bedeutenden technischen Denkmals. Die Diskussion über die Rekonstruktion der Ulrichskirche sollte nicht mit der gegenwärtigen Situation des Schiffshebewerks vermischt werden, zu unterschiedlich sind die Ansätze. Da Magdeburgs nördliche Altstadt zum größten Teil aus Neubauten besteht, sehe ich keinen Widerspruch in der Rekonstruktion eines einzelnen historischen Bauwerks. Magdeburg bleibt auch so die Stadt des "Neuen Bauens". Nichts liegt mir ferner, als mit Magdeburgs Bevölkerung Scherze zu treiben. Die Rekonstruktion der Ulrichskirche zu Magdeburg ist kein utopisches Projekt! Viele Städte Deutschlands bauten, bauen und planen Rekonstruktionen (siehe auch Rubrik "Rekonstruktion" auf der Homepage).

28.07.2007: Die Volksstimme berichtet, dass in Frankfurt/Main auf Basis alter Pläne und noch vorhandener Baumaterialien ein gesamtes Altstadtquartier wiederersteht. In der Stadt der modernen Wolkenkratzer hat sich bereits die Rekonstruktion der Ostseite des Marktplatzes (Römerberg) so bewährt, dass jetzt im Bereich des technischen Rathauses diese Erfolgsgeschichte weitergeführt wird. Dasselbe Prinzip wird auch in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz angewandt: Die Rekonstruktion einer historischen Häuserzeile am Marktplatz (rechtes Bild), entdeckt und fotografiert von Herrn Fritz aus Magdeburg.

   

23.07.2007: Ausstrahlung des Interviews auf dem Ulrichplatz in der Sendung "M hoch 3" von Herrn Pauke im Stadtfernsehen Magdeburg ("Offener Kanal"). Weitere interessante Kommentare zur Ulrichskirche im Internet unter:
http://de.sevenload.com/videos/CwCDmf1-j94v/Aufgespiesst-Das-Stadtratsmagazin-Juni-2007

22.07.2007: Expedition in den Zoologischen Garten der Stadt Magdeburg zusammen mit Herrn Dr. Volkmar Stein. Durch Zeitzeugenberichte steht nun fest: viele Steine im Zoo stammen von der Ulrichskirche. In verschiedenen Anlagen hat die Ulrichskirche die Zeit überdauert. Ein herausragendes Beispiel ist das Häuschen am Südausgang.

21.07.2007:  Leserbrief Pro aus der Volksstimme                            13.07.2007: Leserbrief Kontra aus der Volksstimme

   

                                                                                                        Kommentar: Was durch zwei Diktaturen in Folge nicht sein
                                                                                                        konnte, eine offene Diskussion, ist nun endlich möglich. Die
                                                                                                        evang. Kirche hat Interesse bekundet und prüft nun intern die
                                                                                                        Voraussetzungen. Es gibt viele wichtige Dinge in Magdeburg,
                                                                                                        die Ulrichskirche gehört dazu. Die Idee der Rekonstruktion wird
                                                                                                        von innen herangetragen (siehe Lebenslauf),die Beziehungen zur
                                                                                                        Ulrichskirche sind vielfältig. 80% des Ulrichplatzes bleiben grün.

19.07.2007: Die erste Resonanz aus England erreicht mich. Man wünscht dem Projekt gutes Gelingen und verwies auf den Erfolg des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche. Es wird versprochen, die Idee in Großbritannien bekannt zu machen.

10.07.2007:  Leserbrief Kontra aus der Volksstimme                      12.07.2007: Leserbrief Kontra aus der Volksstimme

   

Kommentar: 80% der Grünfläche bleiben erhalten!!! Im Konku-  Kommentar: "Von außen" angeschoben entspricht nicht der
renzkampf der deutschen Städte muss sich MD auf seine Tradi-     Wahrheit (siehe Lebenslauf auf Homepage). Ich bin seit Jahren
tion besinnen. Egal ob und welcher Religion man angehört, To-       Mitglied der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Die
leranz sollte das gegenseitige Handeln kennzeichnen. Intoleranz       Straßenverläufe werden nicht einmal annähernd eingeengt.
führte zur Sprengung der Ulrichskirche. Nur schwer kann durch      Wer möchte schon eine Magistrale an einem Ort der Ruhe und
Spaß-Events Ethik und Moral vermittelt werden.                            Erholung? Die Ulrichskirche macht den Ulrichplatz sogar ruhiger.

07.07.2007: Die Bildzeitung Magdeburg veröffentlicht die Ergebnisse des Treffs zur Ulrichskirche. Eine kurze Anmerkung: Der Grundriss der Kirche misst mit Türmen und Kirchenschiff in Länge und Breite ca. 45 x 29 m und nimmt damit weniger als 1/5 der Grünfläche des Ulrichplatz ein (also 1600 von 8000 Quadrametern).

06.07.2007: Nach intensiver Suche finde ich per Zufall einen kompletten, maßstabsgerechten Bauplan von St. Ulrich und Levin aus dem Jahre 1952, der die gesamte Kirche bis auf den Zentimeter genau vermisst. Hierdurch ist eine 1:1 Rekonstruktion der Kirche möglich.

06.07.2007: Interview auf dem Ulrichplatz mit Herrn Pauke für die Sendung "M hoch 3" des Stadtfernsehens Magdeburg ("Offener Kanal").

05.07.2007: Vorstellung der Idee von der Rekonstruktion der Ulrichskirche beim Stadtplanungsamt.

03.07.2007: 1. Treff zur Ulrichskirche mit 10 hochrangigen Vertretern von Stadt, Land und Kirche. Konstruktive Diskussion mit grundsätzlich positivem Grundtenor. Probleme werden vor allem in der Finanzierbarkeit gesehen. Prüfung von Voraussetzungen zugesagt.

02.07.2007: Teilnahme an Stadtfraktionssitzung von Future!-Partei und B90/Die Grünen im Rathaus der Stadt Magdeburg. Vorstellung der Idee von der Rekonstruktion der Ulrichskirche zu Magdeburg. Trotz großer Skepsis in Finanzfragen spürbare Zustimmung.

01.07.2007: DATES-Stadtmagazin:                                                06.07.2007: Bild-Zeitung MD

   

04.07.2007: Leserbriefe mit Pro und Kontra:                                  20.06.2007: Leserbrief mit Kontra

   

Kommentar zum Leserbrief  "Wiederaufbau verfehlt Wirkung": Die Funktion des rekonstruierten Gebäudes wird klar definiert sein. Dresden, Braunschweig, Hildesheim, Frankfurt/Main können nicht irren. All diese Städte haben historische Bauwerke rekonstruiert, die identitätsstiftende Wirkungen hatten. Dies ist wissenschaftlich belegt. Die Dresdner lieben ihre Frauenkirche, die Braunschweiger schätzen ihre Alte Waage, die Hildesheimer und Frankfurter sitzen am liebsten auf ihren Marktplätzen und nehmen diese längst nicht mehr als rekonstruiert wahr. In Frankfurt/Main plant man aufgrund dieser positiven Erfahrungen bereits eine Rekonstruktion des Altstadtviertels um den Dom herum mit originalen Fachwerkhäusern. Die Wertschätzung und Erinnerung finden im Geiste und im Herzen statt. Wäre die Ulrichskirche 1956 nicht widerrechtlich gesprengt worden, vielleicht wäre sie heute bereits Weltkulturerbe der UNESCO.

20.06.2007: Die Magdeburger Volksstimme druckt Pro und Contra zu ihrem Artikel vom 17.06.2007. Der Stadtrat Sören Herbst von der Grünen Partei begrüßt die Initiative als "reizvolle Gedankenspiele".

   

 

19.06.2007: Die Magdeburger Volksstimme widmet der Ulrichskirche wiederum einen bedeutenden Anteil ihres Lokalanzeigers. Der Artikel reflektiert die Reaktionen aufgrund des Artikels vom 05.06.2007 und zeigt die neuesten Entwicklungen auf. Ihm folgen Stellungnahmen aus Politik und Bevölkerung.

 

14.06.2007: Die engagierte Magdeburger Werbeagentur "Pegasus" unter Leitung von Jörg-Holger Fritz überarbeitet in meinem Auftrag einen Flyer, den ich zwar inhaltlich bereits schon in dieser Form erstellt hatte, der jedoch vom Layout und der Professionalität her meine Möglichkeiten und Erwartungen weit übertroffen hat. 100 Freiexemplare werden mir zur Verfügung gestellt. Dank auch der Druckerei, dem Repro-Center Magdeburg.

 

11.06.2007: Radio MDR Sachsen-Anhalt sendet in seinem Mittagsjournal einen ausführlichen Bericht über die Idee vom Wiederaufbau der Magdeburger Ulrichskirche. Daraufhin gibt es weitere positive Resonanzen, auch aus den benachbarten Bundesländern.

Reaktion auf den Zeitungsartikel der Magdeburger Volksstimme vom 05.06.2007:

               

                                                                                              Kommentar:  Dr. Köppe aus Haldensleben, z. Zt. Spezialisierung. 
                                                                                              in Köln, da hiesige OP-Methoden in den neuen Bundesländern noch
                                                                                              nicht angeboten werden. Das City Carrè finden viele Magdeburger
                                                                                              sehr gelungen. Die Blockbauweise ist typisch magdeburgisch und
                                                                                              und europäisch. Verschönerung von Bahnanlagen und Rekonstrukt.
                                                                                              der Ulrichskirche sollte man nicht miteinander vermischen.

 

05.06.2007: Die Magdeburger Volksstimme druckt in ihrem Lokalanzeiger auf Seite 3 einen ausführlichen Bericht über die Idee vom Wiederaufbau der Ulrichskirche ab. Des Weiteren senden Radio SAW und MDR Radio Sachsen-Anhalt Kurzinterviews. Die enorme Resonanz auf den Artikel ist durchweg positiv und kommt aus allen Altersklassen und gesellschaftlichen Bereichen. Viele Menschen aus Magdeburg und anderen Städten Deutschlands (z.B. Leipzig, Braunschweig, Hamburg, Trier) bekunden ihr Interesse, an dieser einmaligen Aufgabe mitarbeiten zu wollen. Die einzige negative Reaktion bezieht sich vor allem auf den "Grünflächenverlust" und die aufzubringenden Kosten. Das städtebauliche Modell zeigt jedoch, dass der "Grünflächenverlust" auf dem Ulrichsplatz sehr gering ist. Magdeburg bleibt durch die Rekonstruktion der Ulrichskirche weiterhin eine der grünsten Städte Deutschlands. Die geschätzten Kosten von 20-30 Millionen Euro sind zwar hoch, betragen aber z.B. nur ca. 1/6 der Baukosten, die für die Dresdner Frauenkirche benötigt wurden.

 

14.05.2007: Professionelle Beratung durch Medienwissenschaftler: Zur besseren medialen Verbreitung der Idee von der Rekonstruktion der Ulrichskirche wendet sich der Initiator an einen Medienprofi und erhält wertvolle Ratschläge zur weiteren Vorgehensweise.